Redet doch endlich mit uns!

Wenn Ihr auf der Suche seit nach Wegen, die Interaktion auf Eurem Facebook-Profil als Unternehmen zu verbessern, könnte ein neuer Report von Buddy Media ein paar wertvolle „Key Findings“ für Euch bereithalten. Buddy Media nämlich hat als Agentur 200 Facebook-Profile ihrer Klienten über einen Zeitraum von 14 Tagen untersucht und dabei festgestellt: Zeit ist mitunter einer der wichtigsten Determinanten für einen erfolgreichen Facebook-Post. So besagt die Studie, dass viele Posts schlecht terminiert sind. Wusstet Ihr etwa, dass die Büro-Zeiten die schlechteste Zeit für Posts sind?

Buddy Media CEO Michael Lazerow dazu: “Während Marketeers meistens zwischen Montag und Freitag arbeiten, brummt Facebook 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.“ Und so sollten sich Marketiere zeitlich nach ihrer Kundschaft richten, wenn es darum geht ein optimales Interaktionslevel zu erreichen.

Hier nun also die Erkenntnisse, garniert mit Tipps & Tricks wie auch Ihre Facebook-Posts der Renner werden (haha :D) oder zumindest so erfolgreich wie Justin Bieber…


Gutes Timing!

Die Studie hat herausgefunden, dass das tägliche Facebook-Engagement drei Höhepunkte hat: früh am Morgen (etwa 7 Uhr in der Früh), nach der Arbeit (ab 17 Uhr abwärts) und „spät“ in der Nacht (um 23 Uhr herum). Will heißen, wenn Ihr alle Eure Posts während des Arbeitstages verschickt, vergeudet Ihr entscheidende Möglichkeiten Fans zur Interaktion zu bewegen. Natürlich gelten diese Zeiten nicht universell für jede Facebook-Page. Es kommt drauf an….

Gutes Timing bei Facebook-Posts hängt auch vom Wochentag ab. Es stellt sich heraus, dass Donnerstags und Freitags die Interaktions-Quote um 18 % höher ist als an anderen Tagen der Woche. Ein Erklärungsversuch: Facebook ist das Prokrastinations-Tool schlechthin. Deshalb ist es das erste Mittel, wenn der Kopf nach Freizeit schreit.
Aber halt! Postet jetzt bloß nicht all Eure Inhalte an Donners- und Freitagen! Die Studie hat für einzelne Branchen verschiedene einzigartige Verhaltensmuster herausgearbeitet. Die Erkenntnisse sind geordnet nach Branche und Markt.

Unterhaltung = Freitags, Samstags und Sonntags sind riesig! Wird vermutlich daran liegen, dass Menschen an diesen Tagen geneigter sind einen Film zu schauen oder ein Konzert zu besuchen. Und trotzdem produzieren Unternehmen aus der Unterhaltungs-Branche doppelt so viele Posts werktags als am Wochenende.
Tip of the day: Zieht Eure Vorteile aus dem Wochenende!  : )

Medien = Auch hier sind Wochenenden ein gutes Indiz für erhöhte Interaktion auf Profilen von Medien-Unternehmen. Aber Facebook-User neigen zum Song „I don’t like Mondays!“…  : )
Tip of the day: Den Montag abschaffen.

Automobil = Auto-Marken haben die meiste Interaktion an Sonntagen, aber nur 8 % der Posts werden Sonntags abgesetzt.
Tip of the day: Monetisiert den gottlosen Sonntag!

Wirtschaft & Finanzen = Die Interaktions-Peaks liegen hier auf Mittwoch und Donnerstag, was die Betreiber allerdings nicht davon abhält, über die gesamte Woche hinweg zu posten.
Tip of the day: Entdecket den Mittwoch!

E-Commerce & Retail = Sonntag ist Home-Shopping Tag. Hier ist also die meiste Interaktion zu erwarten. Dennoch werden nur 5 % der Posts an diesem Tag verschickt. Die meisten Posts werden Freitags versendet, obwohl dieser Tag unter dem Durchschnitt liegt in Bezug auf Interaktion.
Tip of the day: No more lazy Sunday!

Fashion = Besonders Donnerstags wird interagiert, was das Zeug hält. In Teilen auch am Wochenende. Der meiste Content allerdings wird Dienstags ausgesendet, der Tag mit dem niedrigsten Interaktions-Grad.
Tip of the day: Mehr Posts am Donnerstag!

Gesundheit & Beauty = Ähnlich wie im Fashion-Bereich ist Donnerstags mit dem höchsten Engagement zu rechnen. Die meisten Posts werden jedoch Montags und Freitags abgesetzt.
Tip of the day: Donnerstag!!

Getränke & Nahrung = Hier wird laut Studie bereits ein guter Job verrichtet. Nachrichten werden sowohl werktags als auch am Wochenende gepostet. Die Engagement-Peaks liegen hier auf Dienstag und Samstag.
Tip of the day: Der Dienstag, der Dienstag…

Sport = Nicht sonderlich überraschend, gerade wenn die Saison aktiv ist, ist Sonntag der Königs-Tag für Sportmarken und Vereine. Bei der Studie spielte der Super Bowl eine nicht ungewichtige Rolle, fiel dieser doch auf einen Sonntag. Aber auch ohne den Super Bowl ist der Sonntag das Schwergewicht unter den Wochentagen.
Tip of the day: Sonntag also. Oder auch: Zeitnah am Geschehen :-o.

Reise, Reise = Das höchste Engagement wird Donnerstags und Freitags erzielt. Ähnlicher Erklärungsversuch wie zu Beginn: Das Wochenende naht und das Büro wird kleiner und kleiner…
Tip of the day: Aufmerksamkeit in Richtung Ende der Woche!

Tip of the day am Rande: Denkt darüber nach Eure Facebook-Posts zu terminieren.

 

Halte Dich kurz!

Mindestens genau so entscheidend wie der Faktor Zeit ist die Länge Eures Posts. To cut a long story short: Haltet es kurz und liebenswürdig. So erhalten Nachrichten mit weniger als 80 Zeichen (ein halber Tweet) über 27 % mehr Interaktion. Diese kurze Schreibweise liegt allerdings den Wenigsten. Nur 19 % aller Posts sind derart kurz.

Ein sehr interessantes Detail: URL’s in voller Länge klicken sich 3 (!!!)-mal besser als gekürzte Short-Links (bit.ly / ow.ly / ecetera). Der Grund recht banal: Leser wollen wissen, wohin sie der Link bringt. Marken-spezifische URL-Shortener können den Kontext einer Nachricht verraten. Bit.ly Pro bietet solche customized Möglichkeiten.

 

Sag doch einfach Bitte!

Ihr möchtet mehr Likes für einen Post? Fragt doch einfach danach. Formulierungen wie „Like us, if…“ sind simpel und letztlich effektiver als zu erklären, warum man diesen Post liken sollte. Nicht vergessen: Ein Like wird von Usern schnell vergeben, und als Lohn erscheint man auf der User-Page. Also keine Angst, fragt nach Likes. Aber bitte nicht allzu plump vorgehen.

Die gleiche Vorgehensweise gilt auch für Kommentare. Formuliert Eure Posts im Sinne von „post“, „comment“ or „tell us“ und motiviere Fans zum Engagement. Wenn Ihr Fragen stellen wollt wie „Wo?“ oder „Wann?“ , stellt sie ans Ende des Posts. 15 % mehr Interaktion sind möglich! Eines noch: Auch wenn die Sesamstraße uns dressiert hat nach dem Warum? zu fragen, tut es nicht als Marke! Es wirkt zu herausfordernd. Eine simple Was?-Frage wird es vermutlich auch tun.

Tipps für kleinere Marken:

Die Erkenntnisse der Studie geben gute Einsichten und können Marken helfen ihre Zielgruppe besser anzuvisieren. Jedoch ist es wichtig anzumerken, dass die untersuchten Marken allesamt groß und etabliert sind. So ist ein URL-Shortener für die eigene Marke nicht immer möglich.  Kleinere Unternehmen sollten die gewonnenen Erkenntnisse mit den Eigenen vermengen.

Wichtig auch zu betonen, dass Social Media Marketing weiter evolviert und die Daten schon morgen hinfällig sein können. Eine gewisse Flexibilität tut also Not.

 

Helfen Euch diese Studien-Erkenntnisse? Alles alter Hut? Was sind Eure Erfahrungen? Sharing is caring.  /roger\

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Eine Antwort auf Redet doch endlich mit uns!

  1. @QualterioNo Gravatar sagt:

    Ähnliche Untersuchungen erstellt Dan Zarella für Twitter http://danzarrella.com/weekends-and-afternoons-sh

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